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Kardinal Joseph Cardijn Der belgische Arbeiterpriester und spätere Kardinal Joseph Cardijn (1882-1967) ist der Begründer der Katholischen Arbeiter Jugend (KAJ) in Österreich. Bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts war ihm das Schicksal von jungen Arbeitern ein Anliegen und er gründete in Belgien die Katholische Arbeiterbewegung. Durch mehrere Österreich Besuche, vor allem aber mit seiner Methode „sehen – urteilen – handeln", wurde er zur prägenden Gestalt und Impulsgeber der weltweiten Bewegung für junge Arbeiter in der katholischen Kirche. So kann die Gründungszeit der KAJ und KAB auch als Cardijn - Bewegung verstanden werden. Die Methode "sehen – urteilen – handeln“ wurde zur Basis für die Aktivisten der KAB. Ausgangspunkt in diesen 3 Schritten ist das Sehen ("Wahrnehmen“). Der Menschen in der Arbeitswelt, im Spannungsfeld von sozialen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen. Im Urteilen werden Fragen, die für Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit und Solidarität sensibilisieren, gestellt. Der Maßstab an dem die Arbeitswelt und die Gesellschaft gemessen wird, ist das Evangelium. Aus diesem Hintergrund heraus werden die Aktivisten dann im politischen Handeln tätig. Sie engagieren sich für einen menschengerechte und solidarische Gesellschaft und Arbeitswelt.
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Ein Auszug aus dem Buch "In Jesus sich zu verlieben ist nicht schwer" von Dr. Ernst Pöschl:
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Wer war Kardinal Joseph Cardijn? Am 13. November 1882 wurde Joseph Cardijn, ein belgischer Priester, in Brüssel geboren. Als Joseph aus der Schule kam, sollte er in die Fabrik arbeiten gehen. Aber sein Leben bekam eine andere Wendung. So erzählte er es selbst: Als meine Geschwister schon im Bett waren, schlich ich noch einmal barfuß in die Küche hinunter, wo trotz der späten Stunde noch meine Eltern beim Ofen saßen. „Vater", sagte ich, „ich möchte dich um etwas bitten. Bitte lass mich studieren." „Aber du weißt doch recht gut", antwortete mein Vater, „dass du der Älteste bist und dass wir mit deinem Verdienst rechnen. "Ich sagte ihm, dass ich den Ruf Gottes fühle, Priester zu werden." Es war eine Weile still, dann sagte mein Vater: "Wir haben jetzt schon schwer gearbeitet, aber für diese Freude werden wir noch schwerer arbeiten, nicht wahr, Mutter?!" Und so durfte Joseph Cardijn studieren. Als er noch im Priesterseminar war, kam die Nachricht, sein Vater sei todkrank. "Ich reiste sofort ab und als ich den Raum betrat, in dem mein Vater im Sterben lag, kniete ich mich an seine Seite und empfing seinen Segen aus seinen alten, abgearbeiteten, schwieligen Händen. Vor ihm, der so tapfer und groß war, schwor ich mein ganzes Leben für die Rettung der Arbeiterschaft einzusetzen." Von Belgien aus entwickelte sich die KAJ zu einer Weltbewegung. 1950 kamen zum 25-Jahre-Jubiläum bereits 100.000 Jugendliche aus 52 Ländern der Welt in die belgische Hauptstadt Brüssel. Der Gründer der KAJ, Joseph Cardijn, sagt von sich: „Ich habe mit einem, mit zwei, mit drei angefangen. Ich habe so oft angefangen und fange jeden Tag wieder neu an. Man muss täglich neu anfangen, 10-mal, 100-mal, 1.000-mal." |
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